Dienstag, 4. August 2015

WARTEN AUF ENTSCHEIDUNGEN...

Zwei ziemlich große katholische Themen sind es, die mir 2015 Bauchschmerzen bereiten. Insbesondere jetzt. Zum einen die Bischofssynode zur Familie, zum anderen Medugorje. Und es fällt mir schwer zu sagen, bei welchem Thema ich dem Ausgang mit größerem Herzklopfen entgegensehe.

Grund ist, dass ich in beide Themen sehr stark involviert bin. Ich fürchte eine Lockerung der Wiederverheiratet/Geschiedenen-Situation in Sachen Sakramentempfang vor allem deshalb, weil dies für so viele, die mir nahestehen, ein riesiger Schlag wäre. Selbst schuld, dass ihr so lange enthaltsam gelebt habt. Selbst schuld, dass ihr so lange keine Sakramente empfangen habt. Ihr habt gezeigt, dass es möglich ist. War eigentlich nicht nötig.
Ich möchte Sicherheit, denn das ist eines dieser Alleinstellungsmerkmale der Kirche. Klare Regeln, und niemand wird gezwungen. Klare Definition von Richtig und Falsch, aber keine Verurteilung, sondern Vergebung. Egal wer. Und niemand wird rausgeworfen.

Und noch mehr: Medugorje. Ich weiß, wie schwierig dieses Thema ist und wie viele großartige Theologen dem ablehnend gegenüberstehen. Aber ich weiß auch, dass dieser Ort der Grund ist, dass die Hälfte meines Freundeskreises einem Orden angehört. Und dass ich selbst Unglaubliches erfahren habe. Mir ist kein anderes Phänomen in der katholischen Kirche bekannt, das derart unterschätzt wird wie dieser Ort und den Einfluss, den er in den letzten 20 Jahren auf die Kirche weltweit hatte. 
Der Einfluss auf mich, die Umwandlung, die meine Familie dadurch erfahren hat... es ist unmöglich für mich, davor die Augen zu verschließen.

Ich habe Angst, was passiert, wenn eines dieser beiden Themen anders ausgeht als erhofft. Der Kirche den Rücken kehren werde ich deswegen trotzdem nicht. Unsere Beziehung gibts einfach schon zu lange. Und die Kirche ist der Ort, über den Jesus sagte: "Ich bleibe bei euch alle Tage." Kann man sowohl als Warnung als auch als Ermutigung sehen.

Und noch eine Theorie: Alles wird gut. Ich muss aufpassen, nicht selbst der Übermacht weltlicher Medienimperien aufzulaufen. Vermutlich wird es sein, wie bei der Papstwahl. Was beraten, diskutiert und skandaliert bedeutete gar nichts. Am Ende war es ein Jesuit aus Argentinien.

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